Diakonie

 

Ein Telefon für Erna Krämer*


Dorle Walther, die Leiterin der Ambulanten Pflege in Beuel wurde von Petra Müller*, einem Beueler Gemeindemitglied, angesprochen. Frau Müller wollte gerne Geld spenden und damit ganz gezielt einem älteren Menschen aus Beuel etwas Gutes tun. Dorle Walther zögerte nicht lange und schlug vor, das Geld zur Anschaffung eines Telefons für Erna Krämer einzusetzen.
Erna Krämer* ist Witwe und lebt allein in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung in Beuel. Seit ihr Mann vor sechs Jahren verstorben ist, reicht das Geld nur noch für das Nötigste. Die alte Dame hat kein Telefon, weil ihre magere Rente dafür nicht ausreicht. Sie fühlt sich deshalb manchmal von der Außenwelt abgeschnitten. Notgedrungen musste sie sich aber mit der Situation abfinden und so versuchte sie, ein Telefon als "unnützen Luxus" zu betrachten.
Eines Tages stürzte Frau Krämer in ihrer Wohnung und verletzte sich am Bein. Die Mitarbeiterin der Ambulanten Pflege war schon da gewesen und die Nachbarn waren im Urlaub. Den ganzen Nachmittag lag Frau Krämer hilflos in ihrem Flur, bis ihre Schwester sie am Abend fand und einen Arzt rufen konnte.
Dieses Ereignis hatte die Leiterin der Ambulanten Pflege Beuel im Hinterkopf, als sie Petra Müller den Vorschlag unterbreitete, die Spende für ein Telefon für Erna Krämer einzusetzen. Die Spenderin stimmte begeistert zu, so dass die Ambulante Pflege ein Telefon für Erna Krämer anschaffen und die Grundgebühr für die ersten sechs Monate übernehmen konnte.

Ältere Frau mit Telefon

Dorle Walther überzeugte die Stadt Bonn, die nachfolgenden Kosten für den Telefonanschluss von Erna Krämer zu übernehmen, so dass diese jetzt jederzeit Hilfe rufen kann, wenn sie wieder in eine Notsituation kommt. Als "unnützen Luxus" betrachtet Frau Krämer das Telefon jetzt nicht mehr. "Ich fühle mich viel sicherer, seit ich den Apparat habe und bin sehr dankbar für die Hilfe der Spenderin", sagt sie. "Und außerdem ist es natürlich schön, dass ich jetzt manchmal mit meiner Schwester telefonieren kann. So fühle ich mich nicht mehr so allein."

* Namen der Betroffenen geändert